Landschaftsgärtner/in – ein grüner Beruf mit Zukunft

Denkst Du praktisch? Bist Du technisch begabt und handwerklich geschickt? Dann bist Du hier richtig!

Die Ausbildung bei uns

Seit 1964 kümmern wir uns mit viel Freude um die Ausbildung und haben seit dem schon mehr als 150 Landschaftsgärtner und Landschaftsgärtnerinnen erfolgreich ausgebildet.

FAQ

Wie bilden wir aus?
Innerhalb der dreijährigen Ausbildungszeit werden die vielfältigen und abwechslungsreichen Tätigkeiten in Theorie und Praxis vermittelt. Wir bieten eine intensive Ausbildung und individuelle Betreuung durch unser junges Team.

Was machen wir?
Dach- und Fassadenbegrünungen, Bodenarbeiten, Platz- und Wegebau, Rasen und Pflanzungen, Teichbau, Wassertechnik und Beleuchtung, Kinderspielplätze und Zaunbau, Renaturierung, Biotopbau, Pflege und vieles mehr.

Wo arbeiten wir?
An Büro- und Industriegebäuden, an Wohnanlagen, in Hausgärten, in Sport-, Spiel- und Parkanlagen.

Für wen arbeiten wir?
Für öffentliche und gewerbliche Auftraggeber, für Privatkunden, Architekten und Bauträger.

Mit was arbeiten wir?
Mit vielfältigen Werkstoffen wie z.B. Erdsubstraten, Pflanzen, Beton- und Natursteinen und Holz, außerdem mit modernen Spezialgeräten und Baumaschinen.

Was verdient ein Landschaftsgärtner?
Die aktuellen Vergütungen für Auszubildende und das Einstiegsgehalt eines Landschaftsgärtners:

im 1. Ausbildungsjahr: 900 €
im 2. Ausbildungsjahr: 1000 €
im 3. Ausbildungsjahr: 1100 €

Die Ausbildungszeit kann auf zwei Jahre verkürzt werden, wenn eine der folgende Voraussetzungen erfüllt wird:
Allgemeine Hochschulreife, Fachhochschulreife, Abgeschlossene Berufsausbildung, Umschulung, Absolvieren einer Berufsfachschule oder Schulisches Berufsgrundbildungsjahr
Die Vergütung entspricht dann dem ersten und dem dritten Ausbildungsjahr.

Einstiegslohn als Landschaftsgärtner/in: ca. 2720 € (brutto)

Wo findet man noch weitere Informationen?
Auf der Info-Seite unseres Verbandes www.landschaftsgaertner.biz und auf der Seite unseres Ausbildungsförderwerks www.augala.de findest Du noch weitere Informationen.

Welche Erfahrungen haben Auszubildende im Schwarz Landschaftsbau gemacht?
Du findest echte Erfahrungsberichte unserer Azubis weiter unten.

Kann ich vorab ein Praktikum machen?
Ein mindestens zweiwöchiges Praktikum setzen wir voraus. Damit stellen wir sicher, dass Du genau weißt, was Dich in den kommenden drei Jahren erwartet. Außerdem lernen wir uns gegenseitig schon ein wenig kennen, was den Einstieg in die Ausbildung erleichtert.

 

Bewerbung

Wenn Du der Meinung bist, dass dieser Ausbildungsberuf für Dich richtig ist und Du unserem Anforderungsprofil entsprichst, freuen wir uns auf Deine Bewerbung!

  • Lebenslauf (tabellarisch)
  • Letztes Schulzeugnis

und sofern vorhanden:

  • Zeugnisse weiterer beruflichen Ausbildungen
  • Arbeitszeugnisse bisheriger Anstellungen
  • sonstige für das Arbeitsverhältnis wichtige Unterlagen

Sende uns Deine Bewerbung schriftlich per Post oder digital per E-Mail.

 

Erfahrungsberichte

Judith hat von 1997 bis 2000 in unserem Unternehmen ihre Ausbildung zur Landschaftsgärtnerin absolviert und war noch viele Jahre bis zur Babypause bei uns beschäftigt.

Meine Ausbildung zur Landschaftsgärtnerin (1997 – 2000) bei der Firma Schwarz
Direkt nach dem Erreichen der Fachhochschulreife bewarb ich mich bei der Firma Schwarz und wurde auch sofort genommen. Das Kennenlernen meiner zukünftigen Arbeitskollegen fand bei einem Grillfest der Firma einen Monat vor Arbeitsbeginn statt. Ich war von Anfang an begeistert, da alle sehr nett und aufgeschlossen waren. Auch der Umgang untereinander war ausgeglichen und freundschaftlich.
Mich wunderte, dass es außer mir nur zwei Frauen in der Firma gab. Ich dachte schon, dass ich mich vor den Männern profilieren und durchsetzen müsste und das auch keiner Rücksicht auf meine körperliche Beschaffenheit nehmen würde. Dennoch waren bei Arbeitsbeginn alle sehr hilfsbereit. Dass es nach berufsgenossenschaftlichen Richtlinien zwar heißt, dass Frauen wiederholt 10 kg, selten 15 kg und häufig 9 kg heben dürfen, kann fast nicht berücksichtigt werden – wollte ich auch gar nicht, da ich nicht bei jedem Zementsack einen Mann fragen kann, ob er mir hilft. Man darf halt nicht zimperlich sein. Ich hatte mir diesen Job ausgesucht, wusste das harte Arbeit bei jedem Wetter auf mich zukommt: Ob brüllende Hitze oder klirrende Kälte. Auch wenn meine Mutter zwischendurch dachte ich würde die Lehre nicht schaffen, da ich abends, wenn ich vom Arbeiten kam, duschte, etwas aß und gleich darauf im Bett verschwand, hielt ich dennoch die 3 Jahre durch. Wie oft habe ich mir den Spruch „Lehrjahre sind keine Herrenjahre“ anhören müssen!

Auch jetzt nach den 3 ½ Jahren, wo ich im Garten- und Landschaftsbau tätig bin, fällt es mir immer noch schwer morgens so früh aufzustehen und vor allem abends noch etwas zu unternehmen – und das, wo ich „früher“ jeden Abend unterwegs war.
Aus eigenen Erfahrungen kann ich außerdem noch sagen, dass man als „Bauarbeiterin“ auf Baustellen oder auch in der Firma bei den Arbeitskollegen nicht auf den Mund gefallen sein darf. Blöde Sprüche, diverse Anmachen oder etliche Fragen von Männern warum man nicht besser im Büro arbeitet, als so einen schweren Beruf auszuüben, ignoriert man oder „frau“ setzt etwas dagegen!

Wenn ich das Berufsbild eines Landschaftsgärtners erklären müsste, würde ich zuallererst sagen, dass dies ein sehr, sehr vielfältiger Beruf ist, der sich – wie viele meinen – nicht nur mit „Bäumchen pflanzen“ befasst.
Meine Tätigkeiten, welche ich in der Firma Schwarz ausgeübt habe, waren:
– Bauen von Trockensteinmauern, Natursteinmauern mit Mörtel
– Dachbegrünungen
– Kinderspielplätze
– Außenanlagen von Wohnsiedlungen d.h. Wegebau – Verlegen von Platten und Pflaster setzen von Kantensteinen und Betonfertigteilen
– Pflege von Privatgärten oder Außenanlagen
– Gehölzschnitt
– Pflanzungen
– Rasenarbeiten
– Erdarbeiten
– Verlegen von Rohren oder Kabeln
– Anbringen von Kletterhilfen für Rankpflanzen etc.
Auch im Umgang mit Maschinen wie Flex, Motorsäge, Rüttelplatte, Vibrationshammer, Fräse, Nassschneidetisch, etc. darf man nicht ängstlich sein; auch das Fahren eines Radladers und den Umgang mit einem Minibagger erlernt man schnell.

Berufsschule
Die Ausbildung erfolgt im dualen System, was bedeutet, dass sich der praktische Bereich in der Firma abspielt, während man sich den theoretischen Bereich in der Berufsschule oder auf Lehrgängen angeeignet:
Boden- und Pflanzenkunde, Wissen über verschiedene Erd- und Düngerarten, Baumaterialien, Werkstoffe, Pflanzenschutz, Bewässerungsverfahren und Ökologie sind ebenso wichtig für den späteren Beruf wie Pläne lesen und vermessen, Flächen- und Massenberechnungen, betriebswirtschaftliche und juristische Grundkenntnisse.

Des Weiteren finden Lehrgänge über Maschinen und deren Innenleben (wie bediene ich einen Minibagger, wie wechsele ich den Ölfilter etc.) in Bad Kreuznach statt.
Das Erlernen von Pflanzenkenntnissen beruht viel auf Eigeninitiative. Ist man interessiert, so kann man sich doch in 3 Jahren eine beachtliche Pflanzenkenntnis aneignen. Aber auch in den anderen Bereichen sollte man viel Interesse zeigen und viel Nachfragen.
Das Führen eines Berichtheftes wird in der Firma groß geschrieben. Bei Fragen oder Schwierigkeiten kann man sich an seinen Ausbilder wenden. Dieser hilft, korrigiert und unterschreibt anschließend auch.
Das Berichtsheft stellt – wenn man dran bleibt – eigentlich kein Problem dar. Dazu reicht es einen Kalender mitzuführen, jeden Abend in Stichworten seine Tagesarbeiten aufzuschreiben um diese dann wöchentlich zu übertragen. Das Berichtsheft ist wichtig, da es eine Zulassungsbedingung für die Zwischen- aber vor allem für die Abschlussprüfung ist.

Ich habe bei der Firma Schwarz eine gute Ausbildung genossen, da ich sehr viel von meinen Arbeitskollegen gelernt habe (Danke bei dieser Gelegenheit!). Vor allem fühle ich mich bei ihnen sehr wohl und arbeite dort jetzt in meinem ersten Gesellenjahr.
Judith Klöppel, Februar 2001

 

Der Australier Paul Evans hat für mehrere Monate in unserem Unternehmen gearbeitet und verewigte seine Erfahrungen in vier Bildern.

 

Vanessa war von 2000 bis 2002 als Auszubildende in unserem Unternehmen. Sie schreibt hier über ihre Erfahrungen während dieser Zeit

Meine Ausbildung im Garten- und Landschaftsbau bei der Firma Schwarz

Ich heiße Vanessa H., bin 21 Jahre alt und jetzt im 2. Ausbildungsjahr bei der Firma Schwarz.
Als ich mich vor knapp 2 Jahren hier beworben habe, wusste ich noch nicht so wirklich was auf mich so zukommt. Ich wusste von diesem Beruf nur, dass man (und frau!) den ganzen Tag draußen an der frischen Luft ist, viel mit Pflanzen zu tun hat und es körperlich kein softer Job ist. Das alles klang für mich interessant so dass ich mich dann auf einen Tipp hier vorgestellt habe und schließlich auch genommen wurde.

Als ich dann am 1. September 2000 um 6.45 Uhr (!) auf dem Firmenhof ankam, bekam ich erst mal ein Paar Arbeitsschuhe mit Stahlsohle und -kappen verpasst, da dies eine der wichtigsten Arbeitsschutzmaßnahmen auf der Baustelle sind. Dazu bekam ich eine Rosenschere, ein Teppichbodenmesser, einen Zollstock und ein Stück Kreide. Wenn ich ehrlich bin, war mir zu dem Zeitpunkt noch nicht bewusst, dass ich das alles brauche um mit Pflanzen umzugehen und… ja, für was ich das alles überhaupt brauche?!?
Doch innerhalb der ersten Wochen lernte ich schnell, dass die Ausbildung zur Gala-Bauerin ein weitaus abwechslungsreicherer Beruf ist als nur draußen sein und mit Pflanzen zu tun haben!
Während der ersten Tage wurde mir dies noch nicht so klar, da ich hauptsächlich in Pflegekolonnen war, d.h. Kolonnen, die solche Arbeiten wie Rasen mähen, Unkraut zupfen, düngen, bewässern usw. erledigen. Dies kann in Privatgärten sowie in Öffentlichen Anlagen sein, oder aber auch in unserer Baumschule, wo einige Pflanzen zum Verkauf bereit stehen, die natürlich genauso versorgt werden müssen.

Es hat mich sehr gewundert, wie anstrengend diese „soften“ Arbeiten waren; ich bekam sehr schnell großen Appetit und habe abends auch sehr bald tief und fest geschlafen. Alleine das „den ganzen Tag draußen und ständig in Bewegung sein“ hat mich doch ganz gut geschafft. Man sollte das nicht unterschätzen!

Und eines Tages – ich glaube es war auch einer meiner ersten Regentage – kam ich mit auf eine Stein-Baustelle. Und da ging’s dann richtig ab!
Wir setzten in einem Neubaugebiet Hangflorsteine und ich habe die ganze Zeit entweder Erde (wegen dem Regen natürlich nasse (= schwere !) Erde) oder Beton von einem Ort zum nächsten befördert:
z. T. mit dem Schubkarren (was bei diesen feucht-schlammigen Verhältnissen ’ne echte Tortur war), oder einfach nur mit der Schaufel die Mengen von einem großen Haufen auf kleinere Flächen verteilt.
Sehr anstrengend und unangenehm feucht… eieieiei!
Ich war sehr froh, als wir um 11.30 Uhr alles aufgeräumt haben und in die Firma fahren durften.
Und ich dachte mir nur: ‚Oje, was haste die da für ’nen Job ausgesucht?!‘

Das hört sich für dich jetzt bestimmt nicht so toll an, aber auch das gehört zu dem Job dazu. Bei uns ist es ja zum Glück so, dass wir meistens bei extremen Regengüssen nach Hause fahren können, vorausgesetzt es steht kein riesen Zeitdruck dahinter.

Vielleicht hört sich das für dich jetzt grad alles etwas krass für dich an, aber ehrlich gesagt ist es das am Anfang auch! Für mich als Frau wahrscheinlich noch um einiges heftiger als für Jungs, die ja doch schon von Natur aus a bissl mehr Kraft und Ausdauer haben.

Aber so hart wie es manchmal auch ist so spaßig ist es auch!!! Das Gefühl das man hat, wenn man manchmal mehrere Wochen am Stück auf ein und derselben Baustelle arbeitet und Stück für Stück kann man zusehen wie da was ganz Tolles entsteht, etwas, was mehrere Menschen zusammen durch ihre Kraft und der Hilfe von Maschinen ganz langsam entstehen lassen…und irgendwann ist alles fertig, die letzten Kleinigkeiten wurden gemacht und die Fläche, die vorher nur ein riesiger Erdhaufen war, ist verwandelt worden in ein schön anzusehendes Gelände mit Wegen, Terrassen, Pflanzflächen, Bäumen, mauern…total geil!!
Für mich jedes Mal wieder faszinierend, auch wenn’s zwischendurch mal nicht so schöne Tage gibt. Das mit der großen Kraftanstrengung ist alles Trainingssache; Viel Muskelkater gehört zwar dazu, aber durch das tägliche Training werden die anfangs noch so schwachen Ärmchen doch relativ schnell – bei einem mehr, beim andren weniger – groß und stark!!

Mit den Leuten hier in der Firma ist es eh meistens sehr lustig und spaßig, weil jeder auf seine Art ein lieber Kerl ist und dadurch so manche Situationen mit den dazugehörigen Sprüchen oft ein Riesenspaß werden!
Hier geht es sehr locker zu, und es ist schön, dass sich eigentlich alle so gut miteinander verstehen 🙂
Klar gibt es immer mal wieder Meinungsverschiedenheiten und Auseinandersetzungen, was für mich zum Leben dazugehört und auch irgendwo logisch ist, wenn so viele Leute wild durcheinander gewürfelt zusammen arbeiten.
Ich persönlich fühle mich hier sehr wohl, gerade weil alle miteinander so ein riesennetter Haufen sind, vom einfachen Hilfsarbeiter bis hoch zu unseren Chefs!

Wenn du dich entscheiden solltest hier deine Lehre zum GaLa-Bauer oder zur GaLa-Bauerin abzuschließen, dann wirst du das alles ja selbst kennen lernen!
Vielleicht konnte ich dir einen kleinen Vorgeschmack geben, auf was du dich da so gefasst machen musst…

Ich wünsch’ dir ‘ne schöne Zeit und hoffentlich genauso viel Spaß in diesem Beruf, wie ich ihn erleben darf!!

Bis bald…vielleicht…